Schwarze Magie

 

Schwarze Magie ist darauf spezialisiert, dem Zauberer - demjenigen, der den Zauber betreibt - einen Vorteil zu verschaffen. Ohne Rücksicht auf Verluste. In manchen alten, längst überholten Büchern, über die schwarze Magie, wird mit dem Tod der Opfertiere die gewünschte Wirkung für den Zauberer erbeten.

Chaosmagie 

Die sogenannte Chaosmagie ist für mich ganz eng verknüpft mit meinem Wesen. Chaosmagie ... es beschreibt eigentlich keine wirkliche Richtung der Magie, sondern für mich eher eine Einstellung dazu, ganz allgemein. Das wichtigste ist und bleibt für mich, dass man Magie auch tatsächlich ausübt. Es ist natürlich nicht schlimm wenn sich jemand nicht auskennt und sich demzufolge der Magie nicht bedient. Doch viel zu viele meinen, ihr angelesenes Pseudowissen unters Volk bringen zu müssen. Angelesenes kann niemals ein Ausgleich für Tatsächliche Erlebnisse sein. Ich halte nichts von Gurus, die kluge Sprüche klopfen und ich halte nichts von fünf Kilo schweren Büchern, die voll scheinbaren Wissens sind. Schlimmer wird’s dann noch wenn jemand so geheimes Zeug labert, dass alle meinen, der muss Ahnung haben, aber sonst von dem rein garnichts verstehen. Ähnlichem hat sich übrigens die Kirche bedient, die ihre Bibel ja nur auf lateinisch verbreitete und so dem Volk die Chance nahm, sie selber für sich deuten zu können. So musste das Volk der Kirche einfach glauben, was sie erzählt ...

Nichts von dem was man liest entspricht der Wahrheit, hat man es nicht selbst an eigenem Körper und Geist erlebt. Alles von dem kann wahr sein, so man es denn nicht nur in sein Gehirn sondern in sein Leben lässt. Wenn ich etwas abgrundtief von mir weise, ist es Dogmatismus. Niemals muss etwas so sein wie es andere für richtig halten. Dass etwas davon richtig sein kann, ist eine ganz andere Frage. Ich habe meine fast unerschütterlichen Vorstellungen von dem was ich kann, von dem was möglich ist und von dem was andere können. Niemand ist ohne Fehl, so erhebe ich auch einen Anspruch darauf, nicht auch mal falsch zu liegen. Nichts ist verkehrt daran auch mal zuzugeben, nicht Recht gehabt zu haben. Ganz im Gegenteil. Ich halte es für eine absolute Stärke einen Fehler zu erkennen und dies auch mitzuteilen. Viel zu viele magisch Interessierte verwenden den Großteil ihrer Energien darauf, Recht zu haben. Dabei gehen eigene Erfahrungen doch über alles. Und nicht nur man selbst hat Erfahrungen, die haben andere auch. Was ist so schlimm daran, das andere Menschen eben auch andere Erfahrungen haben? So finde jeder für sich selbst heraus, was der Weg ist und wohin er führt. Man muss manchmal unangenehme Fragen stellen, hier und da anecken, nur so bekommt man wahre Wesenszüge zu sehen, und darum geht es doch.

Manche die beginnen sich mit der Materie auseinanderzusetzen, nennen sich der einfachheit halber „Chaosmagier“. Erstens klingt es cool und zweitens habe ich keine Ahnung, guck aber überall mal rein, und wenn ich mich Chaosmagier nenne fällt es nicht so doll auf, dass ich eigentlich ‘ne Dumpfbacke bin. Alleine deshalb schon habe ich mich lange mit der Chaosmagie überhaupt nicht wirklich bewusst beschäftigt. Der ganzen Sache „Chaosmagie“ kommt man näher, indem man alle Eigenschaften, die ein Individuum ausmachen anerkennt und annimmt. Es gehören nicht nur tolle Charakterzüge zu einem Menschen, sondern auch viele dunkle Ecken, ungereimte Handlungen und seltsame Züge. So what?

Man muss sich befreien von der Vorstellung, dass jeder so sein muss wie man selbst, oder wie man es selber gerne hätte, dass jemand ist. Chaosmagie gefällt mir doch vorzüglich, niemand kann mir sagen wie etwas sein muss, welche Gedanken ich denken oder wie ich mich wann und warum verhalten soll. Verlässt man einmal den Weg einer „traditionellen“ Richtung der Magie, gehört man schon nicht mehr dazu. Das betrachte ich ganz widerwillig und voller Argwohn. Entwicklung und Entfaltung eines Individuums sind somit krass eingeschränkt durch Dogmen, die für mich nicht wirklich erstrebenswert sind. Chaosmagie beunruhigt hier und da jene, weil sie es nicht festnageln können, weil sie doch so gerne magische Wege genau und präzise definiert und in Schubladen gesteckt haben wollen. Ganz schlimmm wird es dann bei dem Aspekt der Chaosmagie, sich alles zu Nutze zu machen, was man möchte. Ein Kochlöffel kann mir genauso gut dienen wie ein aus dem magischen Shop geweihter und teuer erstandener Zauberstab. Nur purer Glaube daran reicht allerdings nicht aus, man muss es verinnerlichen, wissen das alle Macht einem selbst entspringt.

Das ist also für mich ein Schlüssel zu magischem Erfolg: Die Wahrhaftigkeit in Sachen Glaubenssystem.  Die Chaosmagie selbst ist nicht gebunden an eine spezielle Religion oder Ethik, und das bedeutet, dass die eigene Religion und Ethik des individuellen Chaosmagiers entscheidend ist. So kann
ein Chaosmagier Wicca, Asatruar, Christ oder Moslem sein.

Ein „guter“ Chaosmagier hat in vielen magischen Richtungen, Schulen und Traditionen einen Einblick erhalten. Das macht es ihm möglich, das er aus vielen Quellen Schöpfen kann, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. So habe ich mich in einem Kreis mit sehr bunten Leuten und verschiedenen Ansichten immer am wohlsten gefühlt, weil man dort am meisten lernen und für sich das Beste einsammeln kann. Bei all diesen vielen Magierichtungen könnte man vielleicht die Chaosmagie noch als „bunte Magie“ bezeichnen. Es ist einfach nachzuvollziehen, dass sich in manchen Fraktionen der eine oder andere über eine derartige Basis für ernsthafte magische Arbeit wundert oder aufregt.


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